• Behinderte
    • «Den» oder «die» Behinderte mit «typischen Merkmalen» gibt es nicht. Es ist immer ein betroffener Mensch in seiner speziellen Welt, mit seinen ganz besonderen Lebensumständen. Behinderte sind keine in sich geschlossene Menschengruppe.
  • Behinderung
    • Es wird zwischen Menschen mit körperlicher, geistiger oder seelischer Beeinträchtigung unterschieden. Neuere Begriffsbestimmungen sprechen von Menschen mit Beeinträchtigungen, die durch gesellschaftliche Umstände zu Behinderten gemacht werden, weil ihnen Lebensmöglichkeiten genommen werden.
  • Diskriminierung
    • Es gibt faktische Benachteiligungen (z.B. Schulen, Behörden und auch andere öffentliche Einrichtungen die nicht rollstuhlgerecht sind) und rechtliche Benachteiligungen (z.B. können behinderte Kinder oft keine Normalschule besuchen, weil Mehrkosten wie Spezialtransporte nicht von der Invalidenversicherung bezahlt werden). Es gibt daneben auch Diskriminierungen im zwischenmenschlichen Verhalten z.B. Behinderte nicht ernst genommen werden oder wenn der Kontakt mit ihnen gemieden wird. Die Diskriminierung von Behinderten ist nicht die Ausnahme, sondern eine sehr verbreitete Erscheinung.
  • Gleichstellung
    • Die Gleichstellung von Behinderten ist eine Frage der Menschenrechte. Gefordert werden Integration und Selbstbestimmung statt Aussonderung, Bevormundung und Diskriminierung. Die Verantwortlichen in Politik, Verwaltung und Praxis sollen gemeinsam mit den Betroffenen ein neues Bild der behinderten Menschen entwickeln und die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Behinderte und Nichtbehinderte rechtlich gleichberechtigt sind.
  • Integration
    • Integration bedeutet, allen Behinderten die Gelegenheit zu geben, sich selbst in die Gesellschaft integrieren zu können.
  • Invalide
    • Dieses Wort stammt aus dem Lateinischen (invalere = unwert) und wird heute wegen seiner diskriminierenden Bedeutung kaum mehr verwendet.
  • Paraplegie
    • Paraplegie ist die Schädigung des Rückenmarks im Bereich unterhalb des ersten Brustwirbels und führt zur Lähmung beider Beine. Unterhalb der Verletzungsstelle fehlen von nun an Tast- und Lagesinn und das Empfindungsvermögen für Schmerz und Temperatur.
  • Tetraplegie
    • Tetraplegie ist die schwerste Form einer Querschnittlähmung. Sie entsteht durch einen Schaden am Halsmark. Der ganze Rumpf und alle vier Gliedmassen sind von der Lähmung betroffen.
  • Rehabilitation
    • Das Ziel einer ganzheitlichen Rehabilitation z.B. von Querschnittgelähmten ist es, sie soweit als möglich auf das Leben im normalen Alltag, im gewohnten Umfeld vorzubereiten, was bedeutet: den eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, der Gesellschaft nicht zur Last zu fallen usw. Dies bedingt harte Arbeit. Der Rehabilitationsprozess von Querschnittgelähmten ist lebenslang nie komplett abgeschlossen.
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